Rezension -Werbung Oki und Harlo, eine märchenhafte Freundschaft

Oki und Harlo, eine märchenhafte Freundschaft

Cas Mesterom

Der Autor schrieb mich vor einigen Tagen per Mail an und bat mich um eine Rezension. Nachdem es sich um ein Kinderbuch handelt und ich die gerne mit Junior gemeinsam lese, sagte ich schnell zu.

Der Autor selbst kommt aus den Niederlanden, das Original des Buches erschien ursprünglich auf Englisch und nun kann man es auch auf Deutsch erhalten. Cas Mesterom meinte in seiner Anfrage, dass es sich um ein Kinderbuch für 5-10jährige handelt und folgende Botschaften enthält:

Freundschaften zu schließen, sich gesund zu ernähren, ehrlich zu sein und an seine eigenen Träume zu glauben.

Nun denn, ich ging offen an diese Sache heran und meine Begeisterung hält sich sehr stark in Grenzen. Na gut, das Cover ist süß.

Klappentext:

Oki, eine kleine, verwaiste Ziege, trifft Harlo, einen Stern, der auf die Erde fällt und auf dem Feld landet, wo Oki schläft. Sie werden sofort beste Freunde und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Okis Mama.

Auf ihrem Abenteuer begegnen die kleinen Freunden, wie dem klugen Alten, Herr Eule, Wobbly, dem Huhn und einem kleinen Mädchen namens Ellie und ihrer Familie.

Tauch ein in eine Welt, in der sich Kinder wohlfühlen können, wo Kinder lernen wie Freunde zu finden sind, und warum es wichtig ist, immer ehrlich zu sein. Und betritt eine Welt, in der die Kinder lernen an Träume zu glauben und erfahre den WAHREN Sinn der Regenbögen!

“Oki und Harlo, eine märchenhafte Freundschaft” ist das erste “frei zeichnen” Buch!

Die Geschichte lädt die Kinder ein, ihre eigenen Illustrationen zu machen. Es gibt freie Seiten, die klare Anweisungen darüber enthalten.

Zusammenfassung:

Oki sucht eines Tages nach seiner Mutter und auf dieser Suche trifft er auf Harlo, einem Stern, der ebenfalls seine Familie vermisst. Die beiden erleben ein kleines Abenteuer und werden durch Herrn Eule unterstützt. Sie entkommen einem Wolf, treffen auf ein Huhn mit dem Namen Wobbly und das Mädchen Ellie.

Die beiden unterstützen sich und am Ende gibt es ein glückliches Zusammentreffen. Innerhalb des Buches gibt es keinerlei Illustrationen, denn dort werden die Kinder auf leeren Seiten aufgefordert, diese selbst zu zeichnen.

Fazit:

Im Nachhinein stört mich schon der Satz im Klappentext: „… und erfahre den WAHREN Sinn der Regenbögen!“, sowie die Altersbeschränkung 5-10.

Zwischenzeitlich kam es mir so vor, als hätte der Autor sich einfach nur die Illustrationen sparen wollen und sich auf die Kinder verlassen. (Hier kam ein riesiges Veto vom Autor, der dies absolut so wollte.) Natürlich ist es interessant, dass Kinder ihre Geschichte somit anders erfahren dürfen, aber scheinbar geht die Rechnung des Autors nicht ganz auf. Auf Twitter und Instagram hofft er auf Kinderzeichnungen, die es bisher nur vereinzelt gab. Zudem ist die Geschichte extrem einfach geschrieben, mein Sohn (8) fand sie langweilig und ich suche noch verzweifelt nach den Ernährungstipps für Kinder.

(Hier entfernte ich das Gesagte meines Sohnes, da es laut dem Autor nicht zur Bewertung beiträgt.)

Die Sprache im Buch ist sehr rudimentär und damit nervte es sogar meinen Zögling. Er selbst fand, dass so nur kleine Kinder reden. Da musste ich ihm zustimmen, weil ich persönlich diese Geschichte eher für 3-6 jährige einordnen würde.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass mein Junior wusste, dass Regenbögen aus Regen und Sonne entstehen und nicht weil es Tore zum Sternenhimmel sind. Halfen in dem Fall auch keine Erklärungen, dass es sich hierbei um ein Märchen handelt. An der Stelle muss ich auch die großen Druckbuchstaben im Klappentext kritisieren. Für mich persönlich geht das einfach nicht.

Zurück zu meiner Einschätzung und leider muss ich da sehr ehrlich bleiben.

Die Geschichte ist nicht flüssig geschrieben, sie holpert nur so dahin und springt in den Szenen. Die Sätze viel zu einfach. Man wurde mit einer schrecklichen Menge an Wort- Wiederholungen konfrontiert und sie war schlicht zu einfach. Am Ende folgte noch ein winziger Ausflug in das Thema Vorurteile, nachdem Harlo – der Stern, sich plötzlich wegen seiner Andersartigkeit unwohl fühlte.

Alles in allem keine Runde und gelungene Sache.

Bei den restlichen Bewertungen kann ich nur glauben, dass die englische Version besser ist und hier bei der Übersetzung einiges nicht richtig verlief.

Die Botschaft über die Freundschaft ging da unter und wie gesagt, diese Ernährungssache verstehe ich noch immer nicht. Aber es stand wirklich in seiner Mail …

Die Punkte Ehrlichkeit und Träume kann ich nicht genauer ausführen, da ich an dieser Stelle spoilern müsste und ehrlich, für mich waren das nur sehr kurze Abhandlungen der Themen, die eher erzwungen ankamen.

Bewertung in Kurzform:

Cover: 5 Sterne (Finde ich wirklich hübsch.)

Stil: 1 Stern (Muss ich nichts mehr zu schreiben.)

Idee: 4 Sterne (Die Idee Ziege trifft auf Stern und in Bezug auf Freundschaft, klang süß. Nicht neu, aber niedlich.)

Charaktere: 2 Sterne (Oki war wirklich niedlich und naiv, das passte. Herr Eule, Harlo und auch das Huhn ergaben teilweise keinerlei Sinn.)

Umsetzung: 1 Stern (Schade.)

Durchschnittbewertung von 2,6

3 Sterne für Oki & Harlo

 

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Autor: Steffi Krumbiegel

Autorin und leidenschaftliche Leserin. Auf diesem Blog möchte ich meine Leidenschaft mit anderen teilen. Alles auf diesem Blog dreht sich um Literatur, das Schreiben und natürlich das Lesen.

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