Pythonissam Internat

Vanessa Tolentino

Die Autorin durfte ich als sehr freundliche und angenehme Person erleben. Sie liebt das Schreiben, wünscht sich nichts Sehnlicheres als eine angesehene Autorin zu werden.

Wobei ich sagen muss, dass sich dies wohl jeder Schreiberling wünscht. Nur ob es klappt, ist fraglich. Ein Buch zu veröffentlichen, damit erfolgreich zu werden, ist schwieriger wie Musik zu machen. Die Leute lesen weniger, man muss sehr viel Zeit und Energie in eigene Werbung stecken.

Manche meinen sogar, dass umgehend mit dem ersten Roman, ein unglaublicher Reichtum auf sie einprasseln wird. Nein, dem ist nicht so. Es ist vollkommen egal, ob man da bei einem großen Verlag ist oder es auf eigene Faust versucht. Marketing muss jeder Autor selbst übernehmen. Auch von Schriftstellern großer Verlage liest man unzufriedenes Gejammer. Aber wenn man sich nicht hinter sein Werk stellt, verliert man. Im normalen Beruf ist es doch ebenfalls so. Was mache ich mit einer Bäckereiverkäuferin, welche nicht einmal das Gespräch mit Kunden sucht? Eine Bedienung, die sich nicht raus traut? Das funktioniert nicht.

Bei Vanessa kann man bereits einen Plan entdecken. Eine nette Homepage, welche gerade am Wachsen ist, ihre schlichten Bücher und einen Buchtrailer kann man ebenfalls bestaunen. Was immer keiner bemerkt, sobald ich rezensiere, setze ich mich mit den Autoren auseinander. Nicht immer hören sie auf Ratschläge oder lesen meine Links, welche ich ihnen zur Hilfestellung schicke. Vanessa jedoch, schien sich alles anzunehmen. Es geht nicht darum, dass ich die Weisheit mir Löffeln gefressen hätte, sondern einfach mal zu recherchieren, was erfahrene Autoren anders machen.

Natürlich erlebte ich auch schon absolut Beratungsresistente, da kann man dann auch nicht helfen.

Zum Buch:

Die Autorin grenzte bewusst das Alter der Leser ein. 12-15 Jahre. Durchaus für Jungen und Mädchen geeignet. Vor allem wenn man sie zum Lesen inspirieren möchte. Die Wortwahl sehr einfach, ein paar Wiederholungen, manchmal ein nicht ganz eindeutiger Handlungsstrang und ein paar Beschreibungen mehr, wären wünschenswert.

In der Geschichte handelt es sich um zwei Mädchen, Zwillinge. Ich gebe zu, Zwillingsgeschichten zu mögen. Die Mutter der beiden muss nach Ägypten, so ganz habe ich den Beruf nicht verstanden und auch warum es keinen Vater gab, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.

Zumindest landen die beiden in einem Internat. Ein richtig Gruseliges muss es sein. Dinge verschwinden, seltsame Dinge geschehen. Die Geschichte baut sich langsam auf. Anfangs fand ich es befremdlich, doch irgendwann auch richtig nett, dass die Autorin die Leser innerhalb, der Geschichte anspricht. Der Übergang dazu ist meist fließend. Sie versucht, den Kindern etwas mitzugeben.

Das Ende macht neugierig auf einen zweiten Teil. Ein Unglück rundet die Sache ab und man könnte das Gefühl bekommen, mehr zu wollen.

Für ungeübte, junge Leser kann man dieses Buch empfehlen. Für die Anspruchsvollen eher weniger. Es ist eben eine Kindergeschichte. Fantasy hab ich nicht entdeckt, da die Autorin angibt, dass es sich um eine Gruselgeschichte mit leichten Fantasy handelt.

Mein Fazit.

Das Cover lasse ich für ein Jugendbuch durchgehen, hätte mir es jedoch verspielter gewünscht, damit die Zielgruppe mehr angesprochen wird. Zumal die Farben eher nach etwas romantischem aus sehen und nicht nach Gruselgeschichten. Hingegen wirkt ihre Autorenseite sehr passend. Ein Besuch ist zu empfehlen.

Autorenseite

Die Geschichte ist nichts für erfahrene Leser. Hierbei muss man jedoch differenzieren, ob es für das angegebene Alter entsprechend verfasst wurde. Demzufolge werde ich etwas seichter bewerten.

Die Idee ist zwar nicht neu, aber die Geschichte nett. 4 Sterne für den Inhalt.

Das Cover bekommt 3,5 Sterne, obwohl sie, damit eher weibliche Leser, an Land ziehen wird.

Zum Thema Stil tue ich mich schwer. Ich fand es wirklich als sehr anspruchslos und teilweise zu sprunghaft: 3 Sternchen.

Für mich macht das eine Wertung von 3,5 Sternen, welche von ganzem Herzen kommen. Da die Autorin hoffentlich nicht aufgibt.

Würde ich es rein als Kinderbuch betrachten, tendiere ich zu 4 Sternen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.