Marc Pain

Auf Schritt und Tritt

Marc kenne und beobachte ich seit einiger Zeit über Facebook. Er schreibt spannende Thriller, Horror und SiFi – die einem unter die Haut gehen. Ich schrieb Marc selbst an, nachdem sein neuestes Werk erschien und ich einfach neugierig wurde. Vor ein paar Wochen las ich dann auch noch einen Bestseller-Thriller, der mich so gar nicht vom Hocker riss. Deshalb brauchte ich dringend einen mutigen Selfpublisher, der –so hoffte ich- etwas grausamer, als die herkömmlichen Literaten unterwegs ist.

Hier aber erst einmal das Übliche:

Produktinformation

Taschenbuch: 383 Seiten

Verlag: Independently published (15. Dezember 2016)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 1520153872

ISBN-13: 978-1520153872

Klappentext:

»Jemand ist hier und beobachtet dich – jemand ist hier und sieht alles von dir!« Eine geheimnisvolle Notiz eröffnet ein perfides Katz-und-Maus-Spiel. Toms Leben wird von einem Phantom bedroht, das alles, was ihm lieb und heilig ist mit in einen Malstrom aus Angst und Gewalt hinabzieht. Der Peiniger meint es ernst und seine Gangart wird stetig härter. Ohne zu wissen, welche Absichten der Unbekannte verfolgt, versucht Tom, einen Ausweg aus dem Albtraum zu finden. Wenn du niemanden mehr trauen kannst, musst du bereit sein, ungewohnte Wege zu gehen.

Zusammenfassung:

Tom, erfolgreicher Schriftsteller, zieht sich nach seiner Scheidung in einem Haus zurück. Dieses liegt im Norden Deutschlands unweit vom Meer und ein Wald befindet sich unmittelbar hinter dem Haus. Dort verweilt er gern, geht spazieren, erinnert sich an seine Jugend, schöpft neue Ideen für seine Romane und findet seine innere Ruhe.

Tom scheint ein sehr in sich gezogener Mensch. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser von Nadine, seiner Geldgierigen Exfrau, der Putzfrau Claudia, dem Tod seiner Mutter und seinem Vater, zudem er ein liebevolles Verhältnis besitzt.

Nur plötzlich tauchen Botschaften auf, kleine Zettelchen kleben in seiner Wohnung. Jemand unbekanntes schleicht sich in sein Leben. Tom versucht analytisch vorzugehen, doch seine Ängste, Sorgen hindern ihn daran einen klaren Verstand zu bewahren. Ein langer Spannungsbogen baut sich auf, immer wieder durchbrochen von kleineren Momenten, indem mein Atem stockte.

Fazit:

Begriff Thriller aus Wikipedia:

„Der Thriller [ˈθɹɪlə] (Lehnwort aus engl. thrill „Schauer, Erregung, Sensation“)[1] ist sowohl ein Roman- als auch ein Filmgenre mit verschiedenen, sich teilweise überlappenden Subgenres. Charakteristisch für Thriller ist das Erzeugen eines Thrills, einer Spannung, die nicht nur in kurzen Passagen, sondern während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist, ein beständiges Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung.“

Marc Pain schaffte es einen richtig genialen Spannungsbogen zu erzeugen. Zusätzlich schaffte er kleinere Spannungen in den Roman einzubauen, die es einem schwer machten dieses Buch aus der Hand zu legen. Zwar war mir im ersten Drittel der Geschichte klar, wer als Täter in Frage kam, dennoch überraschte er mich mit einer weiteren Person am Ende.

Für mich besaß dieser Roman alles was ein Thriller brauchte. Spannung, Blut, Liebe und eine gestörte Psyche. Marc Pain schaffte, trotz einen schlichten Handlungsort, einem gewöhnlichen Ausgangsgrund, eine spannungsgeladene Story zu entwickeln. Auf jedem Fall kann man diesen Autor empfehlen. Wer Kitsch-Thriller aus Amerika sucht, der wird bei ihm nicht finden. Wer aber einen prickelnden Roman mit einzigartigen Facetten von Grausamkeiten möchte, der sollte zu Marc Pain greifen.

Eines bemängelte ich, was aber daran liegt, dass ich sehr viel lese. Die Schrift war etwas zu klein. Ein paar winzige Fehlerchen schlichen sich ein und zwei geringfügige Logikfehler fand ich, was der Geschichte aber keinen Abbruch tat, da ich solche Fehler auch in Top-Sellern finde.

Gleich der Anfang zog mich in meinen Bann, zwischendrin suchte ich nach einem Prota, dann aber dachte ich nicht mehr an diese Person und am Ende erwischte mich der Autor vollkommen mit einer Überraschung. Das Ende ist definitiv nichts für Romantiker und genau nach meinem Geschmack.

Kurz noch etwas zu Tom, der Hauptperson in der Geschichte, welcher Autor ist. Der Leser durchlebt einen kompletten Sinneswandel der Person. Marc kriecht förmlich in dessen Seele und dieser Protagonist lässt einen am Ende nicht mehr los.

Nachdem ich von Marc Pain weiß, dass er selbst bei einem Polizisten recherchieren durfte, muss ich hinweisen, dass es sich gelohnt hat. Auch die Polizeiarbeit beschreibt er schlicht und dennoch sehr gekonnt.

Während des Lesens habe ich gebangt, gehofft, gefühlt, gelitten und las dieses Werk voller Spannung. Marc Pain darf sich gerne in der Riege der Schriftsteller einfügen und ich gestehe, es handelte sich wohl um den besten Thriller den ich bisher lesen durfte.

Idee: (5/5) Einfach, aber genial umgesetzt!
Cover:  (5/5) Hab überlegt, fand aber nichts auszusetzen.
Umsetzung: (4/5) Kleine Momente wo es sich etwas zog, aber alles im grünen Bereich.
Charaktere: (5/5) Super gelungen!!! Jeder für sich, absolut überzeugend. Wobei der Anfang mit Emma, leuchtete mir nicht ganz ein.
Schreibstil: (4/5) Ein paar Dialoge fand ich etwas hölzern.

5 Sterne

Den Autor findet ihr hier:

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3 Gedanken zu „Marc Pain“

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