Falaysia

Von Ina Linger

Über Jacky, die ein totaler Fan des Werkes ist, wurde ich darauf aufmerksam. Jacky liebte diese Geschichte und irgendwie machte es mich neugierig. Deshalb ließ ich es mir nicht nehmen, mir ebenfalls ein Rezensionsexemplar zu besorgen. Vielen Dank an Ina Linger, dass ich es lesen durfte.

Das Buch bekam ich auf der Leipziger Buchmesse. Die freundliche Autorin übergab es mir mit einer lieben Widmung und ich versprach ihr, es zu rezensieren

Produktinformation

Format: Kindle Edition

Dateigröße: 2795 KB

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 332 Seiten

Verlag: Ina Linger; Auflage: 1 (7. Mai 2013)

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

ASIN: B00COAJUUA

Klappentext

Magie gibt es nicht. Davon ist Jenna, eine junge Frau aus Salisbury in England überzeugt – bis sie als Opfer eines alten Zwists zwischen zwei Magiern in eine ihr fremde, mittelalterliche Welt geworfen wird, in der es nicht nur Magie, sondern auch wilde Krieger, Drachen und andere wunderliche Kreaturen gibt. Hilfe findet sie bei Leon, einem jungen Mann, der vor vielen Jahren ebenfalls nach Falaysia gekommen ist und seitdem in dieser gefährlichen Welt festsitzt. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach einem legendären Tor, das sie angeblich zurück nach Hause bringen könnte. Ihr Ziel zu erreichen, ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen. Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt …
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Das Buch gewann im Oktober 2012 den dnbp (der neue buchpreis) für
Selfpublishing-Autoren in der Kategorie ‚Belletristik‘.
Die dnbp-Jury: „Falaysia zeugt von viel Fantasie, ist gut geschrieben und
stimmig. Für Kenner und Liebhaber des Genres ein wunderbares Buch, das
stellenweise an Tolkiens ‚Herr der Ringe’ erinnert und alle Zutaten hat, die
dieses Genre braucht.“

Zusammenfassung:

Am Anfang des Buches lernt man Benjamin kennen, der eine Mutprobe bestehen soll. Seine Freunde überreden ihn, in das Haus einer angeblichen Hexe zu gehen und dort fünf Minuten zu verharren. Benjamin zögert etwas, was jedoch seine Freunde nicht wissen, dass Melina seine Tante ist. Er selbst fürchtet sich dennoch, als er sich in dem Haus versteckt. Demeon betritt mit einer hübschen Frau das Haus und Benjamin flüchtet.

Jenna, die Nichte von Melina (Schwester von Benjamin) glaubt nicht an Magie, doch Demeon schrickt sie in eine fremde Welt. In Falaysia erwacht diese und nur schwer akzeptiert sie, dass sie sich an einen fernen Ort befindet. Merkwürdige, unbekannte Kreaturen, ein wenig Mittelalter und der kühle Leon begleiten sie auf ihrer abenteuerlichen, gefährlichen und spannenden Reise, durch eine fremde Welt. Jenna ist wie ihre Tante, eine Hexe, leider glaubt sie nicht daran und als sie dann noch mit Marek, dem Erzfeind von Leon zusammenstößt, nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Fazit:

Würde ich Ina Linger nicht so nett finden, würde meine Rezension wesentlich härter ausfallen. Außerdem frage ich mich, wie dieses Buch diesen Preis erhielt und zudem auch mit Tolkien verglichen wurde? Nun denn, Fehler reihten sich aneinander, holpriger Satzbau erschwerte das Eintauchen in die Geschichte, die durchaus viel Potential bietet. Ich stolperte, hangelte mich förmlich durch die ersten 200 Seiten und brauchte wesentlich länger, als bei den meisten Büchern zuvor. Jennas Gefühlsleben ging mir irgendwann auf den Keks. Über die Vorgeschichten von Jenna und Leon erfährt man viel zu wenig und auch sonst fehlte es mir an Tiefe. Wo war Tolkin? Er schuf neue beeindruckende Welten, welche ich Falaysia definitiv nicht fand. Marek, der Bösewicht imponierte mich noch am ehesten, wobei der auch sämtlichen Klischees entsprang. Nachdem ich nichts gegen Klischees habe, fand ich den noch am angenehmsten.

Natürlich bleibt das Ende im ersten Band offen, damit man sich durch die 6 anderen noch kämpfen kann. Was ich mir aber eher sparen werde. Lichtgefährten von Patricia Vonier, fand ich dagegen um Welten besser. Da verstehe ich bei Falaysia den Erfolg einfach nicht. Was solls, Geschmäcker sind verschieden, meinen traf es leider nicht so ganz.

Bewertung:

Cover –  4 Sterne (nicht schlecht, nicht überragend)

Idee – 5 Sterne (die Idee hätte echt ein unglaubliches Potential)

Umsetzung – 2 Sterne (die Gefühlsduseleien wurden mir zu viel, ein paar Infos zur Vergangenheit, zu den Beweggründen der Protagonisten hätten mir gefallen. Auch das Adjektiv – mittelalterlich als Beschreibungsmittel, wurde etwas zu häufig benutzt)

Charaktere – 3 Sterne (Wenn Jenna mit Mitte zwanzig, Familientherapeutin war, dann hätte ich mir etwas mehr Humor gewünscht. Doch ihr permanentes Jammern nervte. Sie erschien mir eher wie ein unreifes Mädchen. Leon, der nun fast dreißig ist, wirkte ebenfalls wie gerade aus der Pubertät entsprungen)

Schreibstil –  2 Sterne (mittelalterlich, war, hatte… die Tippfehler zähle ich nicht und auch nicht die kleineren Logikfehler. Dennoch konnte ich dieses Werk nicht flüssig lesen und kämpfte regelrecht mit dem Schreibstil)

Durchschnittsbewertung:

3 Sterne