Zwei Wochen Halbpension

Zwei Wochen Halbpension
Rainer Bauer

Wieder einmal geht eine Autorenwoche vorbei und ich muss gestehen, dass ich die Tage mit Herrn Bauer wirklich genoss. Es machte Spaß, sich mit ihm auseinander zu setzen, zu schreiben und seinen Charme spüren zu dürfen.

Herr Bauer ist ein herzlicher, realistischer Mann und trotz seiner 61 Jahre lebt er seinen Traum. Wir sollten ihn uns ein wenig zum Vorbild nehmen, denn man sieht dadurch, dass man nie zu alt zum Träumen und zum Leben ist.

Wir sind Autoren, wir haben Geschichten, wir lieben unsere Werke. Wir schreiben Eure Filme, unsere Gedanken auf. Damit ihr daran teilhaben könnt.

 

Hier noch einmal der Klappentext:

Friedrich Karl Katzenbuckel und seine Frau fliegen in Urlaub. In ihrer Beziehung läuft es nicht gut. Zeit für einen Tapetenwechsel! Keine Termine. Keine Kollegen. Keine Kunden. Alles hinter sich lassen. Zeit haben. Weit muss es nicht sein, nur schön soll es sein. Vorne Strand und Meer, hinten Palmen und Vulkane. Darüber ein blauer Himmel und Sonne. Mildes Klima. Ein schönes Hotel. Gutes Essen. Nettes Personal. Es könnte so schön sein – doch dauernd kommt etwas dazwischen …

Porträt einer Paarbeziehung, gelungene Satire, Beitrag zum Thema Europa – und ein großes Lesevergnügen!

Die Zusammenfassung:

In dem Buch begleitet der Leser: Friedrich Karl Katzenbuckel auf seine wohlverdiente Urlaubsreise.

Allein die Initialen des Protagonisten deuten auf ein witziges Buch hin. FKK – Friedrich ist über fünfzig und verreist mit seiner Frau in den wohlverdienten Urlaub.

Zynisch, gnadenlos ehrlich beschreibt er seinen Alltag. Seine Beobachtungen, die Einteilungen der Menschen in ihren Facetten, wie er die Oberflächlichkeit und Dummheit seiner Mitmenschen beschreibt, ist schrecklich lustig, regt jedoch auch zum Nachdenken an. Viele kennen dies womöglich, wenn das eigene Kopfkino zynische Beobachtungen treibt, man sich die bittersten Dinge ausmalt.

Rainer Bauer bringt es auf den Punkt. Katzenbuckel scheint Phasenweise schon ein bisschen bitter, frauenfeindlich und menschenverachtend. Trotzdem trifft er, hinter all dem, den Nagel auf den Kopf.

Neben den vielen Lachkrämpfen, gibt er einiges an Stoff mit, der zum Nachdenken anregt. Katzenbuckel schuftet das ganze Jahr über, um am Ende zwei Wochen Urlaub genießen zu können. Eigentlich wirkt sein Leben sehr einfach. In den Ferien sinniert er sogar darüber, sich trotz seines Alters selbst zu verwirklichen, aber das Risiko einzugehen, seinen Sicherheitsbereich zu verlassen, scheint dann doch zu gewagt.

 

Doch sein Wunsch Grabesreden zu verfassen, anstatt in einem Büro zu versauern, spiegelt die Träume vieler Menschen wieder, aber den Meisten fehlt es letzten Endes an Mut, Unterstützung oder Durchsetzungsvermögen.

Mein Fazit:

Ein Buch welches sich schnell und sehr flüssig lesen lässt.

Sogar die Leseprobe sog ich innerhalb weniger Minuten auf, konnte es kaum erwarten wie die Gedankengänge des Herrn Katzenbuckel weitergingen. Ich durfte lachen, nachdenken und auch ein bisschen seufzen. Wer Unterhaltung sucht und wirklich mal herzhaft lachen möchte, ist bei Herrn Bauer richtig. Zu Weihnachten werde ich mir ein weiteres seiner Werke wünschen, denn ich kann es kaum erwarten weiter zu lesen.

Es ist ein kurzes, unterhaltsames Leseerlebnis und ehrlich gestanden, habe ich mich selbst erwischt, wie ich Herrn Katzenbuckel recht oft zustimmen musste. Ehrlich und unverblümt beschreibt dieser die Charaktere seiner Mitmenschen. Er braucht nicht einmal überzeichnen, denn die Wahrheit hat es oft in sich.

Mich persönlich freut es, dass ich endlich einmal wieder 5 Sterne vergeben kann. In dem Fall müssten es zwar Katzen sein, aber es sind 5 Sterne!

Cover – 4 Sterne (Konservativ/ klassisch/passend)

Idee – 5 Sterne (Einmalig)

Umsetzung – 5 Sterne (Inkl. Bauchschmerzen vor Lachen)

Charaktere – 5 Sterne für die geduldige Ehefrau und den bitteren Herrn Katzenbuckel

Schreibstil – 5 Sterne (Einmalig)

*****
Sterne

 

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