Sie nannten mich Joe Werbung

Sie nannten mich Joe

Ein Leben für die Musik

Verena Dahms

„Wenn du deine Hand einer schmutzigen Hand reichst, um ihr zu helfen, wird deine Hand dreckig, pass auf, Junge.“

„Dreckig werde ich aber sicher nicht, ich habe alles im Griff, Herr Vater.“

*Zitat aus dem Werk von Verena Dahms

Nachdem ich lange nichts mehr gemacht habe, der Stress des Lebens mich im letzten Jahr einholte, nahm ich mir Zeit dieses Buch zu lesen. Vor einiger Zeit hatte ich beschlossen kaum noch zu rezensieren und das wird auch so bleiben. Doch bald werde ich mit Verena Dahms zur Buch Berlin einen Stand teilen, damit wollte ich mich unbedingt mit einem ihrer Werke auseinander setzen, vor allem weil es in Berlin spielt und nun kann ich es euch nicht vorenthalten. Hoffentlich ist meine Befähigung eine Rezension zu schreiben, noch nicht vollkommen eingerostet…

Klappentext:

Ich habe alles gewagt. Und verloren. Sitze mit Obdachlosen in der Kälte, zittere. Nicht weil ich friere. Weil ich Stoff brauche und nicht weiß, woher nehmen. Komponieren? Da kann ich nur lachen, ich bin leer, total leer. Bis auf einen haben mich alle Freunde verlassen, meine Rockband ist zersplittert. Ich bin am Ende. Einst ein Star der Berliner Musikszene, jetzt Abschaum. Als es losging, dass Melodien aus mir raus, endlich raus wollten, schmiss ich meinen Job als Jurist. Tag und Nacht habe ich wie verrückt komponiert. Um wachzubleiben, schluckte ich kleine weiße Pillen, mehr und mehr, Speed und Kokain folgten, jetzt sitze ich wieder da am Berliner Drogentreffpunkt, nach Entziehungskur, nach der Liebe, nach der Musik.

Ein Roman über Musik, Ruhm, Gier, tiefen Fall und – neuer Hoffnung vielleicht …

Produktinformationen:

(lt. Amazon)

Format: Kindle Ausgabe

Dateigröße: 1446 KB

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 287 Seiten

Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

ASIN: B07SGMSCVB

Zusammenfassung:

Joe oder Johannes, je nach seiner Befassung ändert sich der Name, rennt wie ein Wahnsinniger seinen Traum hinterher. Schon als Anwalt trinkt er zu viel, träumt von der Musikerkarriere, bis er sich eines Tages für diesen Sprung entscheidet. Er beschließt nur noch für die Musik zu leben und um noch besser, erfolgreicher, individueller bei seinen Kompositionen zu werden, triftet er unbemerkt in den Drogensumpf ab. Noch einen Song, noch ein Konzert, noch ein Applaus…

Freunde glauben so lange an einen, wie er erfolgreich ist. Wenn alles nach Plan läuft, bleiben sie bei ihm, wenn nicht, lassen sie ihn fallen. Es existiert nur eine Konstante, sein bester Freund Matthias. Ein Elternhaus steht nicht zur Debatte.

Meine Meinung:

In der heutigen Zeit gibt es Dinge die ich oft nicht verstehe, die mich verzweifeln lassen und das ist die Oberflächlichkeit dieser Gesellschaft.

Beim Lesen dachte ich anfangs, das Joe mir zu wenig tiefgründig vorkam, aber auch er hetzte nur seinem Leben hinterher. Erst folgte er den Zwängen seines Vaters. Aus ihm musste was werden und nichts weniger als ein Jurist war möglich. Doch durch das Studium, die Freundschaft zu Matthias, entdeckte er den Traum Musiker zu werden. Sein Talent ist zweifelsohne. Er komponiert wie verrückt.

Dann erbt er eine kleine Summe und beschließt diesen Schritt zu wagen.

Er steigt aus.

Ich hätte ihm zurufen wollen, dass er das Trinken sein lassen soll.

Nein, bitte nimm das nicht!

Hör auf die weißen Pillen zu schlucken!

Emma! Warum hörst du ihm nicht zu?

Verena Dahms zeigt Menschen auf die in ihren eigenen Vergangenheiten gefangen sind. Manchmal wäre Kommunikation eine einfache Lösung gewesen, doch sie sind in ihren eigenen Geschichten, Leben, gefangen. Sie können ihm bei seinem Absturz nicht helfen.

Ich konnte die Geschichte erstaunlich schnell lesen. Es ist keine leichte Kost, aber sie wird mich lange beschäftigen. Auf Fehler gehe ich bei dieser Story nicht ein, da sie richtig gut ist und obwohl ich Verena nach einigen Seiten verfluchte, machte sie es am Ende wieder gut. Ich bin mit dem Schluss besänftigt worden.

Danke an Verena.

Womöglich habe ich wieder etwas mehr Lust auf das Lesen bekommen.

Fazit in Kurzform:

Charaktere: 5 Sterne – Anfangs haderte ich, doch die Figuren sind in sich perfekt.

Cover: 5 Sterne –Gut, die Nase von Joe ist kantig, aber es passt.

Schreibstil: 4 Sterne – Hier bin ich mal echt pingelig. Verena kommt aus der Schweiz und ein paar Begriffe passten nicht so ganz zum Handlungsort Berlin. Aber das sind hier echt Spitzfindigkeiten.

Inhalt: 4 Sterne – Es ist absolut gut recherchiert und eine absolut lesenswerte Geschichte.

Idee: 5 Sterne – Erst dachte ich (ja auch ich neige zu Klischeedenken- Noch ne Bahnhofs-Zoo Geschichte, nur mit nem Musiker.) Das ist es aber nicht. Sie braucht ein bisschen, aber am Ende konnte ich sie nicht weglegen. Persönlich habe ich noch nichts Vergleichbares gelesen und damit bekommt sie von mir auch hier die 5 Sterne.

Von mir …

5 überzeugende Sterne!!!

 

Link zum Buch, mit einem Klick.

 

WERBUNG- ENDE

 

 

 

 

Autor: Steffi Krumbiegel

Autorin und leidenschaftliche Leserin. Auf diesem Blog möchte ich meine Leidenschaft mit anderen teilen. Alles auf diesem Blog dreht sich um Literatur, das Schreiben und natürlich das Lesen.

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