Günther Machalett

Die Sommerstraße

Vor einigen Wochen schrieb mich Herr Machalett an und bat um eine Rezension. Nachdem ich derzeit sehr viele Anfragen habe, komme ich nur mühsam nach. In Zukunft werde ich nur noch selten Rezensionen annehmen, zudem ich selbst fast nicht mehr zum Schreiben komme. Es war immer als Hobby gedacht und wird auch eines bleiben.

Nun schaffte ich es endlich sein Buch zu lesen und möchte die Rezension nicht ewig auf sich warten lassen.

Klappentext:

In der Stille des Thüringer Waldes auf der „Hohe Warte“ begegnen sich zwei junge Menschen. Es entwickelte sich eine Liebe, die nur einen kurzen Sommer lang dauerte. Diese Liebe endete abrupt und ohne jede Vorankündigung, was zu dieser Zeit schwer zu verstehen war. Leider mussten diese jungen Leute dann getrennt ihren Weg gehen, der von Schicksalsschlägen für Beide gezeichnet wurde.

Buchinformationen:

(Selbstverlag Günthers Bücher Hornburg, Februar  2017)

Buchnummer: 980837-30

136 Seiten DIN A 5, erschienen Februar 2017,

10,30 Euro + Porto – Vorauszahlung!

Bestellung bitte über eMail mit genauer Versandadresse

G.Machalett@t-online.de

Zusammenfassung:

Peter reist durch die Wälder Thüringens und trifft mitten in den Bergen, auf der „Hohe Warte“ auf Sybille. Eine rothaarige Schönheit, welche sich in einer einsamen Hütte zurückgezogen hat. Peter will ursprünglich nicht lange verweilen, doch ein Gewitter hält ihn auf. Während es stürmt findet er in der Hütte, bei Sybille, Zuflucht und die beiden kommen sich langsam näher.

Er repariert das Holzhäuschen und es stellt sich heraus, dass Peter Hobby-Geologe ist. Dabei lernt man einiges über Schneekopfkugeln. Man kennt diese beeindruckenden Steine, die man in Bergmuseen kaufen kann. Halbrunde Steine mit Kristallen im Innenleben. Über die Venizianer, die einst Bergbau in Thüringen betrieben und deren Einflüsse auf die Baustruktur erfährt man ebenfalls einiges, was dieses Buch durchaus auch lehrreich macht. Immer wieder gibt es historische Zusammenhänge, die ich recht interessant fand.

Fazit:

Es ist traumhaft schön sich in den Wäldern wiederzufinden und den Worten des Autors zu lauschen. Die Ruhe, die Natur und die Unbeschwertheit des Paares verleiten einen mal wieder Urlaub in Thüringen machen zu wollen. Die beiden sind jung und unbefangen. Nur Sybilles Naivität wurde mir gelegentlich etwas zu viel. Zudem machte es die Geschichte zwischendrin etwas unlogisch. Erst lebt sie selbstständig allein auf der Hütte und dann fürchtet sie plötzlich die Einsamkeit. Aber bei der atemberaubenden Natur und der bildhaften Darstellung des Autors, kann man darüber hinweg sehen.

Die Geschichte spielt um 1934. Man erlebt dieses junge Paar an ein paar Tagen des Glücks. Gerne hätte ich die Jahreszahlen etwas früher erfahren, auch bei den historischen Zwischensequenzen fände ich ungefähre Jahresangaben sehr hilfreich. Die Geschichte über das junge Paar, welches sich verliebt, empfand ich sehr schön. Leider seufzte ich traurig bei dem Ende.

Zudem hat dieses Werk ein wenig mit der Judenverfolgung zu tun, was aber erst im Nachwort richtig erklärt wird.

Nichts desto trotz, war dieser Kurzroman ein sehr schönes Leseerlebnis. Wer durch Thüringens Wälder wandern möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt holen.

Ich danke Günther von ganzem Herzen, dass ich es lesen durfte.

Das Buch ist definitiv etwas für Menschen die Wanderungen, die freie Natur lieben und etwas Ruhe suchen. Kein überladener Roman, sondern eine sanfte Liebesgeschichte in mitten von Bergen und Wäldern.

Idee: 5/5 (Ich befand mich im Urlaub und das in einer Waldhütte… seufz)

Cover: 2/5 (Schade… leider nicht mein Fall)

Umsetzung: 4/5 (Ich mochte die lehrreichen Sequenzen – auch wenn die 3 Bilder nicht hätten sein müssen.)

Charaktere: 3,5/5 (Sybille war mir Anfangs zu kindlich und Peter zu erhaben)

Schreibstil: 4/5 (Für die Zeit in der die Geschichte spielt – angemessen)

Macht eine Bewertung von 4 Sternen.

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