Frischfleisch war ich auch mal! Rezension

Nachdem wir die Woche Matthias Gerschwitz kennen lernen durften, kommt hier meine Abschlussrezension. Ein bisschen frustrierte es diese Woche, dass kaum einer an guter Literatur interessiert ist. Zwar lasen extrem viele meine Beiträge, aber keiner bewarb sich darauf. Seltsam, da die Leute scheinbar nur noch bei Krimis, Thriller, Fantasy reagieren. Es wundert dann kaum, dass Verlage lieber Bücher aus dem Amerikanischen übersetzen lassen, als deutsche Autoren zu unterstützen. Egal, Augen zu und durch.

Zusammenfassung:

Humorvoll beschreibt Matthias Gerschwitz Erlebtes, Vergangenes und ein paar Grundlegende Dinge aus dem Alltag. In 23 Kurzgeschichten berichtet er über: Tanzstunden, Fußball, Familienleben, die Bielefeld-Verschwörung, Sauerbraten, Hotel Viagra und viele andere witzige Anekdoten.

Versetzt nennt sich eines der letzten Kapitel und nur ein Matthias Gerschwitz schafft es, dieses in seine Grundschulzeit zu übertragen. Anfangs beschreibt er die Versetzung von einer Klassenstufe zur nächsten, bis hin – bei einem Date versetzt zu werden.

Bisher kam mir noch kein so gebildeter und wortgewandter Autor unter. Es ist Wahnsinn wie er mit Sprichwörtern agiert, Menschen zitiert oder selbst die einfachsten Dinge anspruchsvoll verpackt. Von Goethe bis hin zu Catharina Valente findet man alles.

Und wer bei dem Buch nicht lachen kann, der verdient mein vollstes Mitleid.

Fazit:

„Frischfleisch war ich auch mal!“, ist kein Buch für Leute die „auf der Brennsupp´n daher g´schwommen sind“, wer aber etwas Allgemeinwissen besitzt, sich ein wenig mit Kultur auseinander gesetzt hat, sollte dieses Buch besitzen. Für diesen Autor eine Rezension zu verfassen ist eine Herausforderung. Wie soll man so jemanden gerecht werden? Es passiert mir nur extrem selten, wenn ich darüber nachdenke fallen mir vielleicht vier Situationen ein, in denen ich mir unzulänglich vorkam. Aber mit dieser Rezension stoße ich ein wenig an meine Grenzen.

Wie soll ich die passenden Worte für so einen intelligenten Mensch finden? Nachdem ich Matthias traf bin ich mir sicher, dass er dafür nicht einmal große Recherche betreiben musste. Er weiß das alles und allein diese Erkenntnis beeindruckt mich restlos.

Mal abgesehen davon, dass dieses Buch einem auch etwas mehr Grips ins Hirn zaubert, verkauft er es einem total witzig. Die Bielefeld-Verschwörung begründet er auf Tatsachen die mit einer Baustelle verbindet. Wusste ich nicht, aber ich konnte herzlich lachen. Nur um ein Beispiel zu nennen oder Hotel Viagra: Vom Hintergrundwissen über blaue Pillen und einer Liaison eines Pärchens??? Das schafft nur er. Zumal die Geschichten immer sehr kurz und knackig sind.

Dieses Buch ist ein humorvoller Wegbegleiter, kein Buch welches man mal schnell verschlingt. Aber eines dieser Werke, das einen immer begleitet.

Muss ich hier meine Bewertung von Cover, Stil, Idee etc. weiter ausführen?

In diesem Fall verzichte ich und gebe einfach 10 Sterne … leider gehen nur 5, also 5 Sterne.

 

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