Abgrund Berlin

Klappentext:

Nicht nur beruflich, sondern auch privat sind Gregor Gerber und Ben Semper ein eingespieltes Team. Die Kommissare verbindet eine jahrelange Freundschaft, in der sie sich gemeinsam um Gregors siebzehnjährige Tochter Mia kümmern. Als Ben, der eigentlich ein überzeugter Single ist, einen Tandemsprung mit Mia macht, holen ihn jedoch Gefühle ein, auf die er sein ganzes Leben lang gewartet hat. Er verliert den Boden unter den Füßen, insgeheim wissend, dass Mia seine Gefühle nicht erwidert und Gregor für ihn kein Verständnis aufbringen wird. Dann übernehmen die beiden den Fall einer Entführung. Die Ähnlichkeiten des verschwundenen Mädchens mit Mia, lassen Ben einen perfiden Plan schmieden, der – einmal begonnen – keinen Rückweg mehr bietet und alles zerstört, was ihm je etwas bedeutete.

Zusammenfassung:

Kat schafft es mal wieder in den Kopf eines Geisteskranken zu schlüpfen. Das Buch, aus der Ich-Perspektive geschrieben, mit wechselnden Protagonisten-Ansichten, gehört zu einem der besseren Selfpublisher-Werken. Kat Hönow zieht seinen Leser nach Berlin, erschafft einen spannenden Mordfall und beschreibt gekonnt den seelischen Verfall von Ben.

Es ist kein kompliziertes Werk, lässt sich schnell und einfach lesen. Das kannte ich bereits von ihr. Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe und entschuldigt bitte, das liegt daran, dass ich bereits eines ihrer Werke las – dass sie, hätte weiter in die Tiefe gehen können. Mit ihrem Psychopathen (vorheriges Werk) zog sie mich richtig in ihren Bann. Gut, andere fanden diesen zu heftig, doch mich überzeugte es.

Immerhin weiß ich, dass die Gratwanderung eines Autors schmal ist. Viele mögen eher leichte Kost, doch ich wollte mehr Blut, mehr Schmerz, mehr Leid.

Diese Geschichte kann man ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Wer sich gerne einen Psycho-Triller mal ansehen möchte und vor allem keine Ahnung von dem Bereich hat, für den ist es eine perfekte Lektüre, um in dieses Genre hineinschnuppern zu können.

Cover – 5 Sterne

Idee – 4 Sterne (Ein Cop der abdreht, ist nicht ganz neu. Aber die Herangehensweise ist top.)

Umsetzung – 4 Sterne (Ich wollte mehr Psychopath … Entschuldigt mich da bitte, ich weiß, dass Kat da mehr liefern kann.)

Charaktere – 4 Sterne (Mia war mir etwas zu flach. Gut, sie ist jung, aber sie hätte doch noch mehr leiden können. – Ja, manchmal bin ich gemein.)

Schreibstil – 4,5 (Einfach, schlicht, trotzdem sehr unterhaltsam. Kat Hönow hat ihren eigenen Stil. Eine gute Mischung aus Umgangssprache und schönen Dialogen. Wenn sie noch Dialektik mit einbringt, würde es perfekt passen.)

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4 absolut verdiente Sternchen

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