Sonntagsbeitrag Buch Berlin 2017

Buch Berlin 2017

Wie versprochen, gibt es von mir einen Beitrag zur Buch Berlin. Bereits zum zweiten Mal nahm ich an dieser Messe als Autorin teil. Jacky, meine Lektorin, durfte da auch nicht fehlen und somit mussten wir vorab einiges vorbereiten.

Auf einer solchen Messe dürfen Goodies nicht fehlen. Hätte man mich vor zwei Jahren gefragt, was mit Goodies gemeint ist, so hätte man nur einen unwissenden Blick von mir geerntet. Jacky ist nicht nur neben den Lektoraten eine große Unterstützung, auch mit diesen kleinen Werbemitteln greift sie mir ordentlich unter die Arme.

Deshalb entwarfen wir Lesezeichen, Flyer und Visitenkarten. Einmal für sie die Lektorin und natürlich auch für meine Bücher. Wir konnten es kaum erwarten uns wieder zu sehen, miteinander zu schwatzen und uns auszutauschen. Denn in den letzten Monaten wuchsen wir immer mehr zusammen, gingen unseren gemeinsamen Weg weiter und genießen die gemeinsame Zeit.

Auch das Zimmer im Estrel teilten wir, packten nach dem Messeaufbau noch die kleinen Überraschungstüten, schauten uns die entstehenden Stände an und begrüßten bereits die ersten bekannten Gesichter. Die Buch Berlin ist eine Buchmesse für Selfpublisher und Kleinverlage. Ein wenig bekam ich das Gefühl, dass man sich eher auf einem Familientreffen befand. Die Buchstabenfresser, ein Autorenkollektiv aus Berlin, mit der Führung von Dana Müller, traf ich erneut. Sehr nette Menschen begrüßten sich untereinander. Sabine Hennig-Vogel mit der Autorengruppe-tödlich, die ich bereits mit ihrer Prosageschichten vorstellte, dann Stephanie Pinkowsky mit Seelensplitter, die liebe Alexandra Richter, die ich über die Kinderbuchaktion kennenlernen durfte und ganz viele neue Bekanntschaften wurden geschlossen.

Der erste Messetag

Am Samstag um 10.00Uhr öffneten sich die Pforten für die Besucher. Bereits am Eingang standen sie in einer langen Schlange und warteten auf ihre Tickets. Das Veranstaltungsteam war immer da und setzte sich stark für die Autoren sowie Besucher ein. Es dauerte nicht lange, fanden die ersten Interessenten unseren Stand. Viele drängten sich durch die Gänge und bestaunten die Bücher. Man sprach mit den Gästen, Bloggern, den Interessenten. Auch Jacky fand Autoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Unterdessen verkauften wir Bücher, ich signierte diese und zu meiner persönlichen Überraschung kam Verena Dahms zu Besuch. Sie ist ebenfalls Autorin und lebt in Frankreich. Es erstaunte mich sehr, dass sie diese lange Reise unternahm, um extra auf die Buch Berlin zu kommen. Sie brachte noch eine Freundin mit, die ebenfalls Autorin ist. Hilde Kölbl war mir durch Facebook bekannt, doch wenn man sich persönlich austauschen kann, nimmt es einem viel von der Anspannung und man sieht diese Menschen plötzlich mit anderen Augen.

Viele Autoren kennen sich nur durch die Plattformen und da gibt es manchmal etwas Knatsch. Aber wenn man sich mal persönlich trifft, nimmt es einem, viele Vorurteile.

In den letzten Tagen fragten immer mal wieder welche an, ob sich Messen überhaupt lohnen würden. Meine persönliche Ansicht ist, dass es zwar kein lukratives Geschäft ist, aber sich für mich dennoch lohnt.

Zum einen ist es Werbung und die Möglichkeiten sich miteinander auszutauschen. Außerdem erfahre ich auf Messen, dass sich diese ganze Facebookarbeit lohnt. Man erkennt den Stand, die Bücher und den Namen. Dadurch kommt man leichter ins Gespräch und mein Glück ist, dass ich Jacky dabei habe. Die weiß genau was Fantasy-Leser begeistert und dadurch konnten wir einige Bücher mehr verkaufen. Am zweiten Abend gingen wir mit Verena Dahms in einen kleinen Italiener. Wir sprachen lang, bis wir erst spät ins Bett fielen.

Der Sonntag

Die Hotelzimmer sind leider etwas zu warm, somit kam ich nur schwer aus dem Bett und brauchte etwas länger, um wach zu werden. Nach einem reichhaltigen Frühstück lief der Sonntag nur schleppend an. Am Nachmittag legte es noch einmal ordentlich zu und somit mussten wir nicht mehr so viel nach Hause schleppen. Jacky und mir fiel der Abschied schwer. Sie checkte aus, am Abend traf ich mich noch mit Verena Dahms und einigen anderen netten Autoren. Erst am Morgen trat ich meine Heimreise zurück nach München an. Mit einem guten Gefühl, einer Brise Motivation und die Bestätigung, vieles richtig gemacht zu haben.

Denn auf der Hinfahrt grübelte ich, ob wir nicht das Cover von Nadja ändern sollten, doch auf der Messe kamen sie sehr gut an. Immer wieder sagte man uns, dass sie nicht Mainstream und trotzdem schön sind.

Mein persönliches Fazit für nächstes Jahr: Ich werde wieder mehr schreiben, weniger rezensieren und wieder mehr für mich selbst tun. Im Januar fange ich bei einem neuen Unternehmen an und werde kaum noch Zeit zum Lesen finden. Deshalb werde ich weniger für andere tun können. Doch meine eigenen Geschichten werden weiter laufen.

 

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Autor: Steffi Krumbiegel

Autorin und leidenschaftliche Leserin. Auf diesem Blog möchte ich meine Leidenschaft mit anderen teilen. Alles auf diesem Blog dreht sich um Literatur, das Schreiben und natürlich das Lesen.

2 Gedanken zu „Sonntagsbeitrag Buch Berlin 2017

  1. Liebe Frau Krumbiegel,
    beim stöbern im Internet fand ich Ihren Beitrag vom Juli 2017 zu der „vergessenen“ Dichterin Martha Müller-Grählert, den meine Frau und ich mit Interesse gelesen haben.
    Danke, dass Sie an sie aus dem fernen Bayern erinnert haben. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie ganz bestimmt nicht vergessen. Von 2008 an haben meine Frau und ich in 10 Büchern ihre von uns gesammelten Werke herausgegeben (320 hoch- und plattdeutsche Gedichte, 62 Prosastücke), dazu von uns selbst ein Buch – biografisches und bibliografisches. Und in Barth in der ehemaligen Druckerei meines Schwiegervaters, der Erbe ihres literarischen Werkes, befindet sich auch unser privates Museum zu ihren Leben und Werk, das Besuchern von Mai bis Oktober offen steht und in dem wir seit 2009 mit bereits 25 Veranstaltungen Besuchern ihr Leben und Werk lebendig werden lassen. Angaben dazu finden Sie in der Website der Stadt Barth – Kunst und Kultur. Wir würden uns freuen, Sie einmal im kommenden Jahr in unserem Museum begrüßen zu können. Barth und der Darss lohnen einen Aufenthalt!! Herzliche Grüße auch von meiner Frau Hans Arlt

    1. Lieber Herr Arlt,
      vielen lieben Dank für Ihre Zeilen. Das Museum werde ich bestimmt gern besuchen. Ich kam auf Martha Müller Grählert, da meine Mutter eine geborene Grählert ist. Dadurch wuchs ich mit dieser Frau auf. Außerdem komme ich ursprünglich aus Pruchten und habe dort noch Verwandtschaft.

      Herzliche Grüße und Grüße an Ihre Frau!

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