Blogger & Autoren Beitrag

Blogtour

Nach meiner Buchveröffentlichung suchte ich die unterschiedlichsten Möglichkeiten, mein Werk zu bewerben. Zeitungsartikel, eigener Webauftritt, soziale Netzwerke. All das kostet erst einmal nichts, nur eben viel Zeit und Nerven.

Dann braucht man aber noch Rezensionen, andere müssen auf das Werk aufmerksam werden. Somit stieß ich auf das Thema Buchblogger und deren Aufgaben. Schnell fand ich ein paar dieser lesebegeisterten Menschen, welche überwiegend aus Damen bestehen. Diese differenzieren sich maßgeblich. Ich sah schlechte Rezensionen, furchtbar kitschige Blogs und dazwischen erkannte man andere, die ihre Aufgabe wirklich ernst nahmen. Natürlich muss man erst in diese Rolle eines Bloggers hineinwachsen, doch einige Blogs sind wirklich schrecklich. Aber der wichtigste Unterschied besteht allein in den Rezensionen. Manche klatschen nur ein fünf Zeilen Fazit hin, andere machen sich wirklich Gedanken. Schön aufgemachte Blogs, liebevoll gestaltete Bilder, kleine Preisausschreiben und freundliche Zeilen an Fans, beeindruckten mich. Ich als Autorin empfehle Schriftstellern zu recherchieren, bevor sie ihr Werk einem Buchblogger anvertrauen.

Irgendwann vertraute ich mein Werk einer Bloggerin an. Dies tat ich noch vor der Veröffentlichung und sie fand schnell Gefallen an meinem Buch. Sie schrieb mir eine hervorragende sowie sehr umfangreiche Rezension. Natürlich machte mich das glücklich, dann aber schlug sie eine Blogtour vor. Fragezeichen kreisten in meinem Gedanken, doch sie erklärte mir, worum es sich dabei handelt.

Blogtour

Eine Blogtour besteht aus drei bis sieben Bloggern, am Ende gibt es ein Gewinnspiel.  Der Verlag oder der Autor trägt die Kosten der Gewinne.  Je nach Anzahl der Blogger ist die Laufzeit der Tour. Kurze Touren gibt es bereits ab drei Tagen. Mein Werk bekam eine sieben-tägige Blogreise. Dafür übernahm eine Bloggerin zwei Tourtage, damit es aufging, nachdem uns eine Bloggerin kurzfristig verlassen musste.

An jedem dieser Tage erscheinen eine Rezension sowie ein Themenbereich aus dem Buch. Beispiele sind, dass Protagonisten einzeln unter die Lupe genommen werden oder ein Interview mit einem Autor stattfindet.

Nicht immer läuft alles reibungslos. Der Autor zittert und schwitzt, während die anderen sein Buch lesen. Nebenbei müssen kleinere Werbegeschenke erstellt werden. Postkarten, Lesezeichen und Visitenkarten. Die Verlosungsexemplare müssen gekauft werden, auch mit den Bloggern darf man sich auseinandersetzen. Nicht alle wollen den Kontakt zum Autor, trotzdem freuen sie sich, wenn man ihnen nett und aufgeschlossen gegenübertritt.

 Hier gleich mal meine Anmerkung für Autoren.

Manche verstecken sich hinter Pseudonymen oder ihren Werken. Buchblogger können diese Werke distanziert und kühl bewerten, aber hinter jedem Roman steckt ein Mensch mit einer Geschichte. Die Zusammenarbeit wäre oft einfacher, wenn man sich den Bloggern gegenüber offen verhält. Sich vielleicht auch einmal richtig bedankt oder ihre Seiten einfach auf einem eigenen Webauftritt verlinkt. Sie rezensieren kostenlos, bekommen dafür nur ein Buch. Mal ehrlich, der Stundenlohn ist miserabel, wenn man bedenkt, wie viel Zeit die Blogger investieren.

 Aber auch an Blogger habe ich eine kleine Kritik.

Autoren stecken ihre Seele, ihr Herz und ihre Leidenschaft in ein Buch. Manche zerreißen diese herzlos oder man bekommt nur eine drei-Zeilen-Rezi. Vom Schreiben kann man nur schwer, viele gar nicht, leben. Wenn ihr rezensiert, dann denkt doch daran, dass ihr Werbung für den Autor macht. Vernetzt euch noch besser und bietet Autoren eine Basis, damit sie gelesen werden. Damit entsteht ein Geben und Nehmen.

Für mich geschah etwas Wundervolles. Zwei meiner Bloggerinnen haben sehr große Ziele. Eine möchte gerne Lektorin werden, die andere ist halbe Amerikanerin, welche ihre Sprache mehr ausleben möchte. Ich bot den beiden an, dass sie mein Werk noch einmal unter ihre Fittiche nehmen dürfen. Daraufhin entstand eine Neuauflage und die erste Übersetzung meines Romans erscheint im Oktober. Freundschaften fingen an und viele Autoren wünschen sich, dass man mehr über sein eigenes Buchprojekt sprechen kann. Wir telefonieren, reden über meine Ideen und sie motivieren mich. Genau das war doch mein Autorentraum. Menschen zu helfen, meine Träume zu leben und dass meine Geschichten gelesen werden.

Heute werden die großen Verlage auf die Buchblogger aufmerksam. Selfpublisher schrecken anfangs zurück. Klar ist es mit ein wenig Aufwand verbunden, diese anzuschreiben und zu fragen, ob sie das eigene Werk lesen möchten. Nicht alle Blogger sagen zu, andere lassen einen warten und das nervt den Künstler. Doch mein endgültiges Fazit lautet:

Es lohnt sich!

 Noch einmal möchte ich mich herzlichst bedanken bei:

Nicci Trallafitti

Kat Hönow

Markus Häusler

Caro Stürmer

Jacky Kley

Krisi Schöllkopf

Danke, dass ihr meine Blogtour zu einem wundervollen Erlebnis gemacht habt, auch wenn nicht alles Reibungslos verlief.

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