Messen und Marketing

Ursprünglich fragte ich einige Autoren wie sie Marketing für ihre Bücher betreiben. Letzten Endes klangen die Antworten alle recht gleich. Viele nutzen die Sozialen Netzwerke oder verlassen sich auf ihr Glück. Was durchaus in Einzelfällen auch funktionieren kann.

Leider habe ich es mit Glück nie so gehabt, oder das Glück mit mir, deshalb stecke ich viel Energie und Zeit in das Marketing. Vom Buchtrailer, bis hin zu Twitter, Instagram und Facebook, nutze ich alles. Diese müssen natürlich mit Beiträgen gefüllt werden und diese sollten halbwegs ansprechend sein.

Doch zuerst die Basis und man darf mir gerne widersprechen, aber hier beschreibe ich meine Erfahrungen und das sind nun mal keine Allgemeinplätze.

Als erstes habe ich mir überlegt: Wer ist die Autorin Steffi Krumbiegel? Wie viel möchte ich aus meinem Leben Preis geben? Aber noch wichtiger: Welche Botschaften haben meine Bücher und wen möchte ich erreichen?

Nachdem ich Jugendliteratur schreibe, halte ich mich von politischen Äußerungen fern. Auch wenn man andere Verlage erwähnt, so hat dies nichts mit meiner Politischen Ansicht zu tun, da bleibe ich eher Neutral. Auch wenn ich Bücher bewerte, welche teilweise politische Aussagen haben, so werde ich auch nie die Ansichten der Autoren bewerten. Da ich damit nicht immer konform gehe. Auch bei Ü18- Inhalten passe ich auf. Da ich eben sehr junge Menschen anspreche und da vorsichtig sein möchte.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die Autorin besitzt ein Konzept und damit wendet sie sich an die Öffentlichkeit. Auch Bilder über meine Familie wird man nicht finden und wenn, dann nur auf meiner privaten Seite.

Letzten Endes erzielte ich nach nur einem Jahr, die ersten Erfolge. Das einzige was mich in meinem Fall wundert, dass ich nur Paperbacks verkaufe und kaum E-Books. Dahinter bin selbst ich noch nicht gekommen. Aber meine Zahlen sind trotzdem nicht schlecht, zumal es sich nur um Jugendliteratur handelt. (Wer da mal einen Tipp hat, bitte her damit!)

Jetzt aber zum Thema Messe. Man sagt, dass man in ein vernünftiges Buchmarketing 1000-2000€ stecken sollte. Das kann man über Reziexemplare oder andere Dinge (bezahlte Facebookwerbung – lief bei mir erfolglos/ Buchtrailer – erstelle ich selbst) investieren. Also begab ich mich bereits im November auf die Buch Berlin. Klar hätten wir auch Frankfurt nehmen können, aber ich wollte mich selbst ausprobieren, bekannter werden und mit Lesern sprechen. Die Buch Berlin gab eine perfekte Oberfläche für mich ab, da ich selbst noch recht unbekannt war.

Ein paar Blogger fanden mich und ich lernte Booktuber sowie zwei Verlage kennen. (Immerhin brachte mir dies sogar einen Vertrag ein, doch das Buch erscheint erst im Sommer.) Außerdem bekam ich über den „Garten der Poesie“ – die von meinem Konzept überzeugt waren, die Chance nach Leipzig zu kommen. Ich brauchte nur meine Bücher und mich. Dann durfte ich sogar noch lesen und allein dieses Erlebnis, war den Aufwand wert.

Wir planten Werbeartikel. Kulis sind teuer, die sparte ich mir, dafür erstellten wir Postkarten, Visitenkarten, neue Lesezeichen und alles kam in einen weißen A6 Umschlag. Aufkleber auch schnell selbst gestaltet und gedruckt. Teebeutel für die Bücherfans durften nicht vergessen werden. Damit kosteten mich 200 Goodietütchen und ca. 70€. Wir dachten nicht, dass alle vergriffen werden würden, aber von 1000 Lesezeichen habe ich noch etwa 20 Stück übrig.

Interessanter war, dass plötzlich Leute aus Berlin extra zu uns kamen, dass Blogger uns besuchten und immer wieder Leute meinen Namen riefen. Natürlich kauften sie Bücher, aber wir bekamen Aufmerksamkeit und auch die anderen Autoren von unserem Stand profitierten davon.

Nach Berlin dauerte es ein wenig, doch nach und nach, tauchten immer wieder Bilder unserer Werbeartikel im Netz auf. Das ist ein nicht zu verachtender Werbeeffekt und letzten Endes billiger als diese Facebookwerbung.

Mein persönliches Fazit: Wenn ich mehr als nur ein Buch habe und als Autor bekannter werden möchte, dann lohnen sich Messen. Finanziell erst einmal nicht, aber für den Aufbau einer Autorenkarriere sollte man Messen nicht vernachlässigen. Denn das ist die Chance für Leser, ihren Autor kennen zu lernen. Natürlich gibt es auch Leser die darauf verzichten und nur das Buch sehen, aber auf Messen trifft man eben auch seine Fans. Nebenbei tolle andere Autoren und Verleger. Es macht Spaß, es tut gut, einfach in der Welt der Bücher einzutauchen und mit Gleichgesinnten zu sprechen.

Meine Lesung verlief auch großartig. Die Stühle füllten sich und ich werde nächstes Jahr wieder lesen dürfen. Also habe ich da nicht versagt, auch wenn meine Stimme da bereits ziemlich kratzte.

Nach 4 Tagen Messe, brauchte ich dringend eine Verschnaufpause. Denn diese vielen Eindrücke, das permanente Reden, viel Stehen und die Lautstärke, zerrten dann doch an meiner Verfassung.

Messen sind spannend, aufreibend und anstrengend. Diejenigen die nur schweigend in ihrem Stand stehen und ein Gesicht wie 7 Tage Regenwetter ziehen, werden das natürlich anders sehen. Wer bei Messen teilnehmen möchte, sollte kommunikativ sein und keine Berührungsängste haben.

Ich bin auf Eure Kommentare gespannt!!!

Ihr noch ein paar Eindrücke aus Leipzig: Youtube

Meine Autorenseite findet ihr hier: FACEBOOK

Nächste Woche stelle ich ein neues Konzept vor, welches ich auf der Buchmesse fand. Ein ziemlich interessantes Tool für SP´ler und Autoren.

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