Cover und andere Desaster

Sonntagsbeitrag

Das Schreiben eines Romans scheint im ersten Moment schon schwierig zu sein. Spannungsbögen, eine ordentliche Rahmenhandlung, Botschaft und Gefühl sollten nicht fehlen. Der Leser muss mitgerissen werden, will eine Geschichte erfahren oder/ und sich an fremde Orte begeben. Spannung, Liebe, Gänsehaut und andere wollen etwas lernen. Zu allem gibt es Bücher, werden geschrieben und die Autoren fühlen sich von Stolz erfüllt, sobald das Wort ENDE auf dem Bildschirm erscheint.Mühsam tippen sie über Tage hinweg an einem Roman. Manchmal vergehen Wochen, Monate oder auch Jahre, bis ein Werk vollendet ist. Aber dann geht der eigentliche Stress erst los.

Erst einmal muss man einen passenden Lektor finden. Da gibt es hunderte an unterschiedlichen Ansichten und Meinungen, die ich nicht erörtern möchte. Aber allein die Suche kostet Nerven und Geld. Denn Lektoren sollten nicht kostenlos arbeiten, denn wer mag schon Stunden an einem Buch ackern und nichts dafür bekommen?

Der Lektor hilft beim Klappentext, manche zumindest. Auch das ist absolut nervtötend. Klappentexte treiben zumindest mich, immer in den Wahnsinn. Dafür brauche ich länger, als für das ganze Buch. Anschließend muss eine Kurzbeschreibung angefertigt werden. Ähnlich wie beim Klappentext, endet das in gerauftem Haar. Das Cover darf nicht fehlen, ein Veröffentlichungsweg muss gefunden werden und so weiter und so fort. Wie man sieht, es ist alles nicht so einfach.

Nun aber zu dem eigentlichen Beitrag. Nachdem nun viele wissen, dass wir auch Rezensieren und nicht nur schreiben, fiel uns bei der letzte Rezension etwas auf. Coverdesaster. Eine Autorenkollegin schrieb mich an und erkundigte sich nach dem Autor.

Wir fanden heraus, dass keiner der beiden Autoren etwas dafür konnte und absolut
unschuldig sind. Außerdem haben beide unterschiedliche Coverdesigner beauftragt und dafür bezahlt. Wie man so etwas verhindern kann? Vielleicht sollte man Google-Bildersuche vorher versuchen, aber davor scheint letzten Endes keiner geschützt zu sein, es sei denn man malt sein Cover selbst.

Über die anderen Cover
mussten wir herzlichst lachen und so einige Fragen traten in unseren Köpfen auf. Meint der Autor das Ernst?

Ich möchte kein Urteil über den Inhalt dieser
Werke abgeben, aber diese Bilder verfolgten uns einige Zeit im Netz und damit konnte ich sie nicht einfach unbehelligt stehen lassen. Mein innerer kleiner Teufel verlangte förmlich nach diese
m Beitrag. Wenn ich mutiger wäre, würde ich einen Preis ausloben: „Dasmerkwürdigste Cover des Jahres“

Denk
t dran: Diese Bilder sagen wirklich nichts über den Inhalt oder dessen Qualität aus. Zu meinem persönlichen Erstaunen, stehen diese Werke nicht einmal schlecht bei Amazon da!!!

Cover 1, scheint eine Schicksals-Geschichte zu sein. Beim 2. handelt es
sich um einen erotischen Roman, das 3. ist erotischer SiFi und das 4. ein Kinderbuch…

 

 

Zurück zu meinem persönlichen Desaster.

Eifrig schrieb ich meine Bücher, ließ sie auf Papyrus lektorieren und beging einen dummen Fehler.

Ich kopierte den Text in Word. Nein, ich änderte nicht das Dokument, sondern als technischer Vollpfosten, kopierte ich den gesamten Text und lud ihn hoch. Davor überprüfte ich ihn mehrfach -innerhalb von Papyrus. Anschließend stellte ich mein Cover ein, machte das Buch fertig und gab es frei. Tja, bedauerlicher Weise, zerschoss es das ganze Lektorat und alle Fehler waren wieder da. Ich stand kurz vorm Nervenzusammenbruch.

Das passierte mir ausgerechnet zweimal und Nadja 1 bekam schon eine Neuauflage, Voin wird noch einmal komplett durchlektoriert. Nun von einem Profi und hoffentlich klappt dann alles besser.

Außerdem habe ich mit Papyrus abgeschlossen, nachdem meine Lektorin meinte, dass ich ohne das Programm weniger Fehler erzeugen würde…

Was ist Euch denn schon so passiert? Was bereitet Euch Kopfzerbrechen bei den Buchveröffentlichungen? Was waren Eure Anfängerfehler?

Bin auf Eure Antworten gespannt!

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